IT-Berater: Aufgaben, Voraussetzungen & Gehalt (Karriere)

Was macht ein IT-Berater?

16. Januar 2026 / 5 Min /
Mitarbeiter müssen heute Hands-on-Mentalität zeigen

Ein IT-Berater dient als externe Fachkraft für Unternehmen oder als Berater für spezifische Projekte. Er unterstützt Auftraggeber bei der Entwicklung, Planung und Optimierung von IT-Systemen, begleitet Transformationsprozesse und schult Projektteams sowie Mitarbeiter.

Das Wichtigste in Kürze

  • IT-Berater analysieren, planen und optimieren IT-Strukturen und begleiten digitale Transformationsprojekte.
  • Das Berufsbild ist nicht geschützt, ein IT- oder wirtschaftsnahes Studium ist jedoch Standard.
  • Festangestellte IT-Berater verdienen im Schnitt 63.300 Euro, Freelancer deutlich mehr im Stundensatz.
  • Die Nachfrage bleibt aufgrund von Digitalisierung, Cloud und IT-Security anhaltend hoch.

Berufsbild

IT-Berater fungieren typischerweise als externe Berater von Unternehmen oder als Spezialisten für zeitlich begrenzte Projekte. Sie liefern fachlichen Input zur Konzeption, Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung von IT-Systemen. Der Begriff des IT-Beraters ist dabei bewusst weit gefasst.

Je nach Position bewegen sich die Aufgaben entweder näher am klassischen Management (z. B. Prozess- und Strategieberatung) oder stärker im technischen Umfeld, etwa bei Systemarchitekturen, Softwarelösungen oder IT-Sicherheit. Die Schnittstelle zwischen IT und Fachabteilungen ist dabei zentral. 

Das Berufsbild "IT-Berater" einfach erklärt
Alle Infos über IT-Berater auf einen Blick

Aufgaben und Tätigkeiten

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Ein IT-Berater kann sehr unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Neben der Entwicklung von IT-Strategien gehören auch operative Tätigkeiten zum Berufsalltag. Externe Berater bringen ihre Fachkenntnisse projektbezogen ein und arbeiten häufig mit etablierten Methoden der Projekt- und Prozesssteuerung.

Typisch ist die Analyse bestehender Unternehmensprozesse und IT-Strukturen. Darauf aufbauend werden Schwachstellen identifiziert, Lösungskonzepte entwickelt und anschließend implementiert. Neben klassischen Tätigkeiten wie Programmierung oder Qualitätssicherung gewinnen Themen wie Cloud-Migration, IT-Security und Automatisierung zunehmend an Bedeutung.

Dokumentation, Präsentationen und Schulungen sind fester Bestandteil des Berufs.  

Welche Aufgaben hat ein IT-Berater?

  • Ausarbeitung von IT- und Digitalstrategien
  • Implementierung und Integration von Softwarelösungen
  • Analyse von Geschäftsprozessen und IT-Architekturen
  • Optimierung bestehender Systeme
  • Programmierung und technische Anpassungen
  • Qualitätskontrolle, Kosten- und Aufwandsschätzungen
  • Dokumentation und Schulung von Mitarbeitern
Diese Aufgaben haben IT-Berater
Welche Aufgaben haben IT-Berater?

Hard Skills und Soft Skills

IT-Berater benötigen fundierte Kenntnisse in Informatik oder Wirtschaftsinformatik. Neben technischem Know-how sind methodische Fähigkeiten und analytisches Denken entscheidend. Da IT-Berater regelmäßig mit Fachabteilungen, Management und externen Partnern kommunizieren, sind soziale Kompetenzen besonders wichtig.

Als externe Fachkräfte hinterfragen sie bestehende Strukturen kritisch und entwickeln neue Lösungsansätze. Kommunikationsstärke und Problemlösungskompetenz sind daher erfolgsentscheidend.

Was muss ein IT-Berater können?

  • Fundierte IT- und Systemkenntnisse
  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit und Empathie
  • Methodenkompetenz (z. B. Projektmanagement)
  • Analytische und lösungsorientierte Denkweise
Diese Skills benötigen IT-Berater
Diese Skills benötigen IT-Berater

Spezialisierungen

IT-Berater können sich auf nahezu alle Bereiche der IT spezialisieren. Besonders gefragt sind aktuell:

  • IT-Architektur und Cloud Computing
  • Software- und Anwendungsentwicklung
  • IT-Security und Datenschutz
  • ERP- und SAP-Beratung
  • Projekt- und Transformationsmanagement

Zusätzlich fokussieren sich viele Berater auf bestimmte Branchen wie Energie, Industrie, Finanzwesen oder Logistik. 

Voraussetzungen, um IT-Berater zu werden

Die Berufsbezeichnung IT-Berater ist in Deutschland nicht geschützt. Ein formaler Abschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis setzen Unternehmen jedoch meist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines vergleichbaren Fachs voraus.

Die Industrie- und Handelskammern bieten die Fortbildung zum „Geprüften IT-Berater (IHK)“ an. Dabei handelt es sich um einen anerkannten Weiterbildungsabschluss, der vor allem für erfahrene Praktiker relevant ist. Mehrjährige Berufserfahrung in der IT-Branche gilt als zentrale Voraussetzung für den Einstieg. 

Mit diesen Voraussetzungen gelingt der Einstieg für IT-Berater
Mit diesen Voraussetzungen gelingt der Einstieg für IT-Berater

Gehalt

Aufgrund der hohen Nachfrage nach IT-Experten liegen die Gehälter über dem Durchschnitt vieler anderer Berufsgruppen. Festangestellte IT-Berater verdienen abhängig von Qualifikation, Erfahrung und Region unterschiedlich.

Wie viel verdient ein angestellter IT-Berater?

IT-Berater können sehr gut verdienen, aufgrund der hohen Nachfrage. Das Durchschnittsgehalt liegt bei Festangestellten bei 63.300 Euro im Jahr/brutto. Anfänger verdienen dagegen im Schnitt 53.100 Euro, während IT-Berater mit Erfahrung im Schnitt 76.800 Euro verdienen können.

PositionDurchschnittsgehalt (brutto)
Einstieg53.100 €
Durchschnitt63.300 €
Senior78.600 €
Gehalt von IT-Beratern. Quelle: kununu

Wie viel verdient ein selbstständiger IT-Berater?

IT-Berater, die als Freelancer bzw. Freiberufler arbeiten, können einen höheren Stundensatz verlangen als ihre festangestellten Kollegen. Auf Basis der freelancermap-Daten ergibt sich ein folgendes Bild beim Durchschnittsstundensatz:

verlangen IT-Berater auf freelancermap durchschnittlich pro Stunde.

beträgt der Tagessatz hochgerechnet auf einen 8-Stunden-Tag.

Stand

FAQ

Beide Begriffe werden meist synonym verwendet. IT-Consultant ist die internationalere Bezeichnung, während IT-Berater im deutschsprachigen Raum geläufiger ist.

Rechtlich nein, praktisch jedoch fast immer. Die meisten Arbeitgeber erwarten ein IT- oder wirtschaftsnahes Studium oder gleichwertige Erfahrung.

IT-Berater sind branchenübergreifend tätig, besonders häufig in Industrie, Finanzwesen, Energie, Handel und öffentlichem Sektor.

Die Nachfrage ist hoch und wird durch Digitalisierung, Cloud-Computing und IT-Security weiter steigen.

Finanziell ja, allerdings gehen höhere Einnahmen mit Akquiseaufwand, unternehmerischem Risiko und fehlender Absicherung einher.

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