Was ist Networking?

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Der Begriff Networking, zu Deutsch „Netzwerken“ wird als Überbegriff für den Aufbau und die Pflege von Kontakten verwendet. Ziel ist es, aus dem privat- oder beruflich aufgebauten Netzwerk künftig zu profitieren.


Inhalt des Artikels:

  1. Definition: Was ist Networking?
  2. Wie funktioniert Networking?
  3. Welche Arten von Netzwerken gibt es?
  4. Vorteile des Networking
  5. Gefahren des Networking
  6. Tipps: Goldene Regeln des Networking

Definition: Was ist Networking?

Das Networking oder im allgemeinen Sprachgebrauch auch das „Netzwerken“ oder „Networken“ genannt, beschreibt den Aufbau und die Aufrechterhaltung des eigenen Kontaktnetzwerks. Hierzu gehören nicht nur alltägliche Kontakte, sondern auch spezielle Kontakte aus dem beruflichen Umfeld.

Oftmals wird sich mit jenen Personen vernetzt, welche dieselben Interessen an Themen wie Technik, Mode oder Karriere mitbringen. Hierdurch entstehen wertvolle private oder berufliche Kontakte. Ziel des Netzwerkens ist neben dem gegenseitigen Wissens- und Interessensaustausch auch der berufliche Vorteil wie zum Beispiel im Falle einer Jobsuche oder einer beruflichen Umorientierung. 

Wie funktioniert Networking?

Der Aufbau wertvoller Kontakte kann auf persönlicher Ebene oder auch auf digitalem Weg erfolgen. In der Regel erfolgen persönliche Kontakte in Folge eines Events im Karriereumfeld. Dies können Messen, Veranstaltungen oder Meetings sein. Hierbei geht das Networking meist von einer Person aus, die mit der Verzweigung der Bekanntschaften anfängt.

Das Prinzip basiert dann auf den „Freundesfreunden„. Das Netzwerk verzweigt sich über direkte Kontakte wie beispielsweise der Familie oder das Kollegium und vermehrt sich durch das hinzukommen von Kontakten zweiten oder dritten Grades, also die Kontakte der Kontakte. Neben der Möglichkeit persönliche Kontakte zu knüpfen, haben sich mittlerweile aber auch verschiedenste Business-Plattformen etabliert, die das Networking vereinfachen und unterstützen.

Während Angestellte optional Netzwerken können, ist es für bestimmte Personengruppen unabdingbar. Freelancer zum Beispiel profitieren enorm von einem gut ausgebauten Netzwerk. Insbesondere in Krisenzeiten, sorgt ein umfangreiches persönliches Netzwerk für durchgängige Projektaufträge, weshalb das Netzwerken für Freelancer anders gehandhabt wird als bei Angestellten.

Welche Arten von Netzwerken gibt es? 

Es können im Wesentlichen zwei Arten von digitalen Netzwerken unterschieden werden. Hierzu gehören soziale Netzwerke und berufliche Netzwerke. Neben diesen findet die dritte Art des Netzwerkens außerhalb des virtuellen Raumes statt und wird Face-to-Face-Netzwerk genannt.

Social Media 

Das soziale Netzwerk ist eine Plattform, bei der familiäre und gesellschaftliche Beziehungen entstehen. Via Kontaktaufnahme besteht die Möglichkeit einen stetigen Informations- und Beziehungsaustausch zu ermöglichen.

Durch Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter oder TikTok entsteht eine sogenannte Online-Community, welche durch wechselseitige Interaktion geprägt ist. Auf diese Weise entsteht auf jeder Plattform eine Kommunikation über einen virtuellen Raum und folglich die Möglichkeit sein eigenes Netzwerk nach Belieben auszubauen. 

Das berufliche Netzwerk

Berufliche Netzwerke oder auch Karrierenetzwerke genannt, verfolgen das Ziel nützliche Kontakte (Vitamin B) aufzubauen und berufliche Ziele zu erreichen. Sie dienen als Präsenzplattform, die es ermöglichen, seinen digitalen Lebenslauf hochzuladen und eigenes Marketing zu betreiben.

Eines der beliebtesten Netzwerke in Deutschland ist XING. Mittlerweile gibt es jedoch auch interessante Nischennetzwerke wie zum Beispiel Proudr, die sich lohnen, um spezifische Kontakte in verschiedensten Berufs- und Karrierefeldern aufzubauen. Um die folgenden Ziele zu erreichen, gilt es stets aktiv zu sein und das aufgebaute Netzwerk zu pflegen. 

Neben dem reinen Knüpfen von Kontakten verfolgt das Business Networking folgende Ziele:

  • Kommunikation & Interaktionen zu karriereorientierten Themen schaffen
  • Aktiver Austausch in branchenrelevanten Gruppen
  • Informationsquelle über aktuelle Karriere-, Branchen- & Networking Events
  • Ausschreibungen von offenen Jobs
  • Veröffentlichung beruflicher Profile & Referenzen
  • Veröffentlichung von branchenrelevanten Themen
  • Headhunting ermöglichen

Vorteile des Networkings

Durch den Austausch von Gleichgesinnten können sich verschiedenste Potenziale entwickeln, sei es die Inspiration für den eigenen Job oder der Weg in einen neuen Job. Das Netzwerken hat viele Vorteile, nämlich:

1. Beruflicher Austausch mit Gleichgesinnten

Der Berufliche Austausch ermöglicht die fachliche Erweiterung des Horizonts. Durch den Austausch kann auf der Plattform nützliche Expertise präsentiert, als auch gewonnen werden. Dies kann künftig bei der Jobsuche oder auch im Falle einer Gründung von Vorteil sein. Kaum ein Akquise-Kanal ist wertvoller für eine Existenzgründung als die persönliche Weiterempfehlung.

2. Fachfremder Austausch

Fachfremder Austausch über Gruppen und Events stellen eine großartige Gelegenheit dar, sein Wissen zu erweitern und neue Bereiche kennenzulernen. Der Blick über den Tellerrand bietet gegebenenfalls nützliche Insights für die alltägliche Arbeit. Eventuell entstehen spannende Projekte oder Kooperationen mit anderen Netzwerkern.

3. Gegenseitiger Support

Das Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ gilt insbesondere beim Networking. Es ist ein Geben und Nehmen zwischen dem Teilen des Wissens und die Unterstützung von Gleichgesinnten. Durch den Austausch und die Unterstützung kommt es zur Weiterempfehlung, sodass im besten Fall neue Geschäftsbeziehungen entstehen oder es mittels Vitamin B zur Beförderung oder zum neuen Job kommt.

4. Spaß 

Aktive Netzwerker stellen schnell fest, dass der Kontakt zu Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen viel Freude bereitet. Oftmals kommt es zu Netzwerk-Treffen oder zur Entstehung von Alumni-Netzwerken. Auch das einfache Wiederfinden ehemaliger Kollegen bietet einen Vorteil beruflicher Netzwerke.

Vorteile des Networkings:
1. Beruflicher Austausch
2. Fachfremder Austausch
3. Gegenseitige Unterstützung
4. Spaß
Vorteile des Networking

Gefahren des Networking

So wie jeder Vorteil auch einen Nachteil mit sich birgt, ist es auch im Networking wichtig, sich diversen Gefahren bewusst zu sein. Insbesondere das Social Networking wird von Datenschützern oft als riskant betitelt. Da sich in jedem System Sicherheitslücken befinden können, können Lebensläufe gestohlen und kopiert werden. Trotz der vorhandenen DSGVO können neben Einbußen der Privatsphäre auch negative Reputationen die Folge sein.

Wer sein Privatleben mit Fotos oder Videos auf Plattformen teilt, muss sich bewusst sein, dass diese Informationen selten geheim bleiben. Insbesondere peinliche Partyfotos können negative Auswirkungen auf dem Berufsmarkt verursachen. Immer mehr Personalverantwortliche recherchieren online über Bewerber, sodass es sich lohnt seine Online Präsenz stets im Auge zu behalten. 

Goldene Regeln des Networking

Die vier goldenen Regeln des Networkings sind:
1. Ziele definieren
2. Qualität vor Quantität
3. Erst geben, dann nehmen
4. Kontakte pflegen
Die vier goldenen Regeln des Networkings

1. Bestimmen Sie ihr Ziel

Bevor Sie mit dem Networking beginnen, ist es wichtig seine Ziele zu definieren. Was erwarten Sie von den Kontakten und was soll erreicht werden?

2. Qualität statt Quantität

Abhängig von den persönlichen Intentionen, sollten die Mitglieder des persönlichen Netzwerks sorgfältig ausgewählt werden. Ein gutes Netzwerk ist nur so wertvoll wie dessen Mitglieder. Aus diesem Grund sollten die Fragen: „Wer passt zu meinem Netzwerk?“ sowie „Passt dieser Kontakt zu meinen definierten Zielen?“ vorab beantwortet werden.

3. Zuerst geben, dann nehmen

Berufliche Gemeinsamkeiten oder gleiche Interessen sind der ideale Einstieg in ein Gespräch. Der Austausch von Wissen sollte zu Beginn immer ohne Erwartungen erfolgen. Auch das Geben von Ratschlägen sollte in Maßen angewandt werden, und auch nur dann, wenn danach gefragt worden ist.

4. Kontakte pflegen

Bereits hergestellte Kontakte sind die halbe Miete. Ist die Verbindung erstmal hergestellt, sollten neue Kontakte gepflegt und die Verbindung vertieft werden. Im Laufe der Beziehung können neben dem virtuellen Austausch auch persönliche Treffen vereinbart werden.

Über den Autor

Demet Okyay

Demet Okyay ist Masterstudentin im Fach Digital Marketing & seit Februar 2021
Werkstudentin im Bereich SEO bei freelancermap.de

Von Demet Okyay

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