Was kostet ein SEO-Freelancer? Preise und Stundensätze 2026
Wer einen erfahrenen SEO sucht, der hat mehrere Möglichkeiten. Während eine Agentur oft zwischen 90 und 200 Euro verlangt, liegt das durchschnittliche Honorar von Freelancern bei 80 Euro im Median. Allerdings spielt verschiedene Faktoren eine erhebliche Rolle. Was damit gemeint ist und woran sich Auftraggeber orientieren sollten, erklären wir in diesem Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- SEO-Freelancer im DACH-Raum verlangen im Durchschnitt 80 € pro Stunde (Median). Die Hälfte liegt zwischen etwa 60 und 100 Euro.
- Erfahrung ist dabei der stärkste Preisfaktor: 60 € bei bis zu zwei Jahren, 90 € ab sechs Jahren.
- Agenturen verlangen für dieselbe Arbeit oft zwischen 90 und 200 € pro Stunde und arbeiten meist mit Monatspauschalen ab etwa 1.000 €.
- Ein festangestellter SEO-Experte kostet rund 49.700 Euro im Jahr (Quelle: Gehalt.de) Dafür fällt das Gehalt aber auch an projektfreien Monaten an.
Was kostet ein SEO-Freelancer pro Stunde?
Der Median liegt laut freelancermap-Daten bei 80 € die Stunde. Die eine Hälfte verlangt entsprechend mehr, die andere weniger. Kalkuliert man den Durchschnitt, liegt dieser bei genau 81,90 €, und damit fast auf dem Median.
Heißt auch: Es gibt weniger Ausreißer nach unten oder oben- SEOs verlangen also im Schnitt oft den gleichen oder einen ähnlichen Satz.
Sind SEOs damit teure Freelancer?
Im Vergleich zum Freelancer-Markt generell: eher nein. Im Freelancer-Kompass 2026 liegt der mittlere Stundensatz im DACH-Raum bei 100 €. SEO-Experten sind damit tatsächlich eher die vergleichsweise günstigeren Freelancer.
| Median | mittlere Hälfte | |
| Freelancer gesamt (Freelancer-Kompass 2026) | 100 € | 85 – 120 € |
| SEO-Freelancer | 80 € | 60 – 100 € |
Dafür gibt es zwei elementare Gründe: Zum einen ist der Markt stark IT-lastig, und SAP-Beratung und Cloud Architektur werden anders bezahlt als Marketingleistungen. Dazu kommt, dass die SEO-Einstiegshürde auch oft niedriger ist als in klassischen IT-Gebieten. Das erzeugt einen höheren Wettbewerb.
Für Auftraggeber eine gute Nachricht, denn SEO gehört zu den vergleichsweise günstigeren Disziplinen. Aber: Spezialisierung wird auch hier gut bezahlt.
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Freelancer, Agentur und feste Stelle im Vergleich
Wer einen SEO sucht, findet ihn auf unterschiedlichste Weise: Als feste Stelle, auf Freelancer-Plattformen für befristete Projekte oder in Agenturen. Spannend sind hier nicht nur die Stundensätze für sich, sondern auch das, was tatsächlich im Monat anfällt. Hier der Vergleich:
| Freelancer | Agentur | Festanstellung | |
| Abrechnung | Stunde, Tag oder Projekt | Monatspauschale | Gehalt plus Lohnnebenkosten |
| Größenordnung | 80 € die Stunde | 90 – 200 € die Stunde | etwa 49.700 € im Jahr |
| Anlaufzeit | Tage | Wochen | Monate |
| Umfang der Leistung | eine zuständige Person | Team mit mehreren Rollen | eine zuständige Person |
| Bindung | projektbezogen | Vertragslaufzeit | i.d.R. unbefristet |
Beispiele und Rechnungen
Schauen wir uns den Unterschied in einer einfachen Rechnung an. Angenommen, ein Unternehmen setzt 1.280 € im Monat für SEO an.
Freelancer
Bei einem Freelancer zum Median von 80 € sind das 16 Stunden, also rund zwei Arbeitstage. Eine Person betreut Technik, Inhalte und Analyse nacheinander.
Agentur
Bei einer Agentur kauft derselbe Betrag je nach Stundensatz sechs bis vierzehn Stunden. Dafür arbeiten mehrere Rollen am Projekt, und Ausfälle fangen sich intern ab. Viele Agenturen nehmen Mandate unterhalb von etwa 1.000 € monatlich allerdings gar nicht erst an.
Festangestellter
Bei einer festen Stelle entspricht der Betrag rechnerisch rund 44 Arbeitsstunden. Diese Zahl gilt aber nur, solange die Stelle ausgelastet ist. Das Gehalt läuft auch in Monaten weiter, in denen wenig zu tun ist. Die 29 € für die feste Stelle ergeben sich so: 49.700 € Jahresgehalt auf 2.080 Jahresarbeitsstunden ergeben rund 24 € brutto, mit den Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung etwa 29 €. Arbeitsplatz, Tools und Weiterbildung sind darin noch nicht enthalten.
Bis etwa einem Arbeitstag pro Woche ist der Freelancer die günstigste und flexibelste Lösung. Wer dauerhaft mehrere Rollen parallel braucht, fährt mit der Agentur besser. Und erst bei einer gut ausgelasteten Vollzeitstelle rechnet sich die Festanstellung.
Lese-Tipp: Wie Personalengpässe überbrückt werden und welche Form der Beschäftigung für Ihr Unternehmen in Frage kommt.

Davon hängt der Stundensatz ab
Berufserfahrung
Der stärkste Honorarfaktor ist die Berufserfahrung. Zwischen Einstieg und Expertenwissen liegen Eva 30 € die Stunde.
| Erfahrung | mittlere Hälfte | Median |
| bis 2 Jahre | 45 bis 80 € | 60 € |
| 3 bis 5 Jahre | 60 bis 95 € | 80 € |
| 6 Jahre und mehr | 74 bis 104 € | 90 € |
Standort
Deutschland und Österreich liegen in den geforderten Stundensätzen gleichauf. Der Standort innerhalb dieser beiden Märkte spielt für den Preis also praktisch gar keine Rolle.
| Land | Median |
| Deutschland | 80 € |
| Österreich | 80 € |
| Österreich | 107 € |
Die Schweiz ist ein eigener Markt. Schweizer SEO-Freelancer verlangen rund ein Drittel mehr, und schon ihr unteres Quartil liegt dort, wo in Deutschland der Median liegt. Der Abstand entspricht ungefähr dem allgemeinen Lohnabstand zwischen beiden Ländern und findet sich auf der Plattform auch über alle Berufsgruppen hinweg.
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Reisebereitschaft
Vergleichen wir nun die Reisebereitschaft und ihr Verhältnis zum Stundensatz.
| Arbeitsmodell | Median |
| nur remote | 75 € |
| regional gebunden | 80 € |
| kein räumliche Einschränkung | 85 € |
Wer ausschließlich remote arbeitet, verlangt am wenigsten. Wer uneingeschränkt reisebereit ist, verlangt am meisten. Reisebereitschaft wird also bezahlt, obwohl SEO eigentlich fachlich überhaupt keine Anwesenheit erfordert.
Eine plausible Erklärung könnte sein, dass im reinen Remote-Segment der Wettbewerb größer ist, weil Anbieter aus dem gesamten Sprachraum konkurrieren.
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Preise nach Spezialisierung
SEO ist oft kein einzelnes Leistungsbild. Die meisten Freelancer kombinieren es mit zusätzlichen, ähnlichen Fähigkeiten, und diese Kombination zahlt noch einmal auf den Stundensatz ein.
| Spezialisierung (als Zusatz) | Anteil | Median |
| WordPress | 41 % | 80 € |
| Marketing | 37 % | 85 € |
| Digital Marketing | 29 % | 85 € |
| E-Commerce | 26 % | 84 € |
| Webdesign | 26 % | 75 € |
| Content Management | 24 % | 80 € |
| Social Media | 23 % | 75 € |
| SEA | 21 % | 90 € |
| Google Analytics | 21 % | 85 € |
Strategische und analytische Kombinationen stehen grundsätzlich ganz weit oben, wenn es um den Stundensatz geht: Beratung, Datenalayse und Performance-Marketing erreichen jeweils 90 €. Ganz unten wiederum stehen zusätzliche Spezialisierungen auf Gestaltung und Text.
Eine technische Migration braucht ein anderes Profil als der Rankingaufbau über Inhalte. Beides unter „SEO-Freelancer gesucht“ auszuschreiben führt zu Bewerbungen, die nicht passen oder zu ungenau sind. Wer also Projekte ausschreibt, sollte unbedingt auf eine detaillierte Beschreibung achten.
Lese-Tipp: Projektbeschreibungen richtig formulieren: Auf diese Inhalte kommt es an, außerdem Tipps und Tricks für Auftraggeber.

Was ein SEO-Projekt insgesamt kostet
Gerechnet auf das komplette Projekt ist natürlich nicht nur das Honorar pro Stunde relevant, sondern die gesamte Laufzeit.
Seit Anfang 2024 wurden auf freelancermap über 1.300 Projekte mit SEO-Bezug ausgeschrieben. Die mittlere Projektdauer liegt dabei bei rund drei Monaten. Dabei laufen 9 von zehn dieser Projekte als Werkvertrag. Arbeitnehmerüberlassung spielt mit ungefähr 5,7 Prozent kaum eine Rolle und wird auch oft von Freelancern abgelehnt.
| Leistung | typischer Umfang | Größenordnung beim Median |
| typisches SEO-Audit | 8 bis 20 Stunden | 640 bis 1.600 € |
| Audit plus Maßnehmenplan | 20 bis 40 Stunden | 1.600 bis 3.200 € |
| laufende Betreuung | 10 bis 30 Stunden/Monat | 800 bis 2.400 € monatlich |
| Relaunch- Begleitung | 3 bis 6 Monate in Teilzeit | vierstellig bis fünfstellig |
Stundensatz, Tagessatz oder Projektpreis – was passt wann?
- Stundensatz. Passt für Beratung, Audits und alles mit unklarem Umfang. Das Mengenrisiko trägt der Auftraggeber.
- Tagessatz. Üblich bei mehrtägigen Blöcken wie Workshops oder Migrationsbegleitung. Gerechnet wird meist mit acht Stunden, beim Median also rund 640 € pro Tag.
- Projektpreis. Sinnvoll bei klar abgrenzbaren Leistungen wie einem Audit oder einer Keyword-Recherche. Bei laufendem SEO funktioniert er schlecht, weil sich der Aufwand mit dem Wettbewerbsumfeld verschiebt.
- Monatspauschale. Bei Agenturen der Normalfall, bei Freelancern seltener. Sie lohnt sich, wenn über mehrere Monate ein gleichbleibender Stundenumfang abgerufen wird.
Tipps: Woran Auftraggeber ein faires Angebot erkennen
Ein niedriger Stundensatz ist nicht unbedingt „lohnenswerter“, wenn die Stundenzahl dafür am Ende steigt. Diese fünf Punkte können beim Vergleich helfen:
- Leistungen statt Stunden vergleichen: Zwei Angebote von 70 und 110 € sind erst dann vergleichbar, wenn dahinter auch dieselben Pakete stecken.
- Referenzen aus dem eigenen Wettbewerbsumfeld verlangen: SEO für einen lokalen Handwerksbetrieb und für einen internationalen Shop sind verschiedene Disziplinen.
- Auf messbare Ziele bestehen. Versprechen auf bestimmte Rankingpositionen sind ein Warnsignal.
- Den Anteil der Umsetzung klären. Wer schreibt die Texte, wer setzt technische Änderungen um? Ein reines Beratungsmandat ist günstiger, erzeugt aber internen Aufwand.
- Kündigungsfristen prüfen. Bei laufender Betreuung ist eine monatliche Frist üblich.
Für Freelancer: den eigenen SEO-Stundensatz kalkulieren
Wer selbst SEO anbietet, nutzt die Zahlen oben als Marktorientierung, nicht als Vorgabe. Der eigene Satz ergibt sich aus Zielgehalt, Auslastung und Betriebskosten.
Ein grober Anhaltspunkt: Bei 1.400 fakturierbaren Stunden im Jahr und 80 € entsteht ein Jahresumsatz von rund 112.000 €. Davon gehen Versicherungen, Steuern, Software, Weiterbildung und unbezahlte Zeit für Akquise ab.
Für die vollständige Rechnung gibt es den Stundensatzrechner sowie den Überblick über Stundensätze im Online-Marketing.
FAQ: Häufige Fragen
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