Online-Buchhaltungssoftware für Freiberufler: Anbieter im Vergleich

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Buchhaltung und Steuererklärung größtenteils selbst erledigen – ohne Vorkenntnisse und aufwändige Schulungen. Das sind die Versprechen der Anbieter von Buchhaltungssoftwares. Doch was leisten die einzelnen Programme konkret und wo liegen die Unterschiede der Angebote? Wir fassen zusammen, was eine solche Software leisten sollte und geben einen Überblick über zusätzliche Funktionen.

Die Themen rund um das Finanzamt gehören eher zu den weniger schönen Dingen des Freiberufler-Daseins. Das wird der Grund sein, weswegen circa 70% der Befragten des Freelancer-Kompass 2018 angaben, ihre Buchhaltung abzugeben. Dabei geht zumindest ein Großteil der Arbeit dank zahlreicher Cloud-Services recht leicht von der Hand.

Zu den Must-have-Funktionen einer solchen Software gehören:
 

  • Rechnungserstellung & Mahnwesen
  • Belegerfassung (per Mail oder App) und digitale, gesetzeskonforme Belegbuchung
  • CRM (Kontaktdaten, dazugehörige Rechnungen, etc.)
  • Schnittstellen für unterschiedliche Tools und WebShops
  • Verknüpfung mit Geschäftskonto
  • Export der Daten im DATEV-Format für den Steuerberater oder das Finanzamt
  • Erstellen der Einnahmeüberschussrechnung (EÜR)

 
Die Buchhaltungsprogramme unseres Vergleichs arbeiten cloudbasiert, sodass keine Installation eines externen Programms nötig ist. Dafür aber ein Internetzugang. Das hat den Vorteil, dass Neuregelungen oder veränderte Steuergesetze stets berücksichtigt werden können.

Die Auswahl der passenden Software

Um sich darüber klar zu werden, welches Paket bei welchem Anbieter für Sie am ehesten in Frage kommt, haben wir einige Punkte zusammengetragen, über die Sie sich im Voraus Gedanken machen sollten:

 

Im Wesentlichen unterscheiden sich die Softwares in dem Punkt, ob das Hinzuziehen eines Steuerberaters vorgesehen ist, oder eben nicht. Die Programme „BuchhaltungsButler“, „lexoffice“ und „Debitoor“ verfügen zum Beispiel über buchbare Zusatzfunktionen, wie das Erstellen der GuV Rechnung und einer abschließenden Bilanz. So lassen sich die Buchhaltung und die abschließende Steuererklärung komplett selbst erledigen. Dahingegen sind „Billomat“ und auch „FastBill“ darauf ausgelegt, die Steuererklärung an den Experten weiterzugeben, sodass man sich voll und ganz auf die eigene Buchhaltung konzentrieren kann. Des Weiteren unterscheiden sich die Softwares natürlich im Design und Handling.
 
Tipp: Nutzen Sie die Testphasen der Anbieter aus, um für Sie persönlich das benutzerfreundlichste Programm auszuwählen. Bedenken Sie, dass sie fast täglich mit dem Tool arbeiten!
 

Die Softwares im Vergleich

In den folgenden Tabellen sind verschiedene Anbieter, Software-Paket-Modelle und Zusatzinformationen zusammengefasst:

  Steuerberater vorgesehen UStVA ausrechnen und direkt ans Finanzamt
schicken
Kontozugänge aufstocken Serverstandort
(Genauigkeit nach Websiteangaben)
Support Sonstiges
Billomat Ja In Planung Ja, bis zu 5 im Business-Tarif. Mehr auf Anfrage im
Individualtarif.
EU Per Mail & Telefon, FAQ und Hilfesammlung Dashboard – Überblick über Finanzen
Länderspezifische Anpassungen (z.B. Steuersätze)
FastBill Ja Ja Ja, bis zu 5. Mehr auf Anfrage. Deutschland, Frankfurt Per Mail und FAQ, kostenlose Webinare Finanzdashboard
Zeiterfassung mit inbegriffen
Debitoor Nein Ja Ja , bis zu 3 Benutzern max. Irland Per Mail, FAQ, Videos bzgl. Handhabung Finanzdashboard
Länderspezifische Anpassungen (z.B. Steuersätze)
sevDesk Nein Ja Ja, pro weiterer 
Zugang +5€ mehr im Monat
Deutschland Per Mail & Telefon, FAQ, Videos bzgl. Handhabung Finanzdashboard
Zeiterfassung mit inbegriffen
Organisation zur Aufgabenverteilung im Team
BuchhaltungsButler Nein Ja Ja, bis zu 5 im Enterprise Modell, im Professional
Modell unbegrenzt
Deutschland Per Mail & Telefon, FAQ, Live-Präsentationen
bzgl. Handhabung
Finanzdashboard
Diverse 
zusätzlicher Buchhaltungstools wie z.B. das Erstellen der BWA und
SuSa-Liste
lexoffice Nein Ja Ja, + 1 Benutzer in Basisversion, sonst unbegrenzt Frankfurt, Deutschland Support per Mail & Telefon, FAQ und Videos bzgl.
Handhabung
 
Finanzdashboard
Diverse zusätzlicher
Buchhaltungstools
  €€ €€€
Billomat Nur für Rechnungen
„Solo“:
6€ pro Monat
Buchhaltungs
„Business“: 24€ pro Monat
Individualtarif
FastBill „Starter“: 8,99€ pro
Monat
„Pro“: 26,99€ pro
Monat
Datev Übertragung erst
ab Pro
„Premium“:  89€
pro Monat Vollständige Finanzbuchhaltung
Debitoor „S“: 8€ pro Monat –
400 Rechnungen pro Jahr, kein Online Banking, 1 Benutzer
„M“: 12 € pro Monat –
800 Rechnungen pro Jahr, 1 Benutzer
„L“:  24€ pro
Monat, unbegrenzt viele Rechnungen, 3 Benutzer
sevDesk „Rechnung“:
 7,90€ pro Monat, kein Online-Banking, keine GuV-Rechnung
„Buchhaltung“:
 15,90€ (alle nötigen Tools & Funktionen)
„Warenwirtschaft“:
 45,90€ (für Freelancer eher irrelevant)
BuchhaltungsButler „Business“:
 19,95€ pro Monat, 100 Belege & 500 Buchungssätze monatlich, 2
Benutzer
„Enterprise“: 29,95€
pro Monat, 250 Belege & 1000 Buchungssätze monatlich, 5 Nutzer
„Professional“: 44,94€
pro Monat, 500 Belege & 5000 Buchungssätze monatlich, unbegrenzt viele
Nutzer
lexoffice „Rechnung &
Finanzen“:  7,90€ pro Monat – keine Buchhaltungstools
„Buchhaltung &
Finanzen“:  13,90€ pro Monat (alle nötigen Tools & Funktionen, aber
keine GuV und EÜR)
„Buchhaltung &
Berichte“: 16,90€ pro Monat (GuV & EÜR inbegriffen)

Die Preismodelle sind größtenteils im Jahresabo angegeben (auch als monatlich-kündbares Modell buchbar, dann jedoch teurer). Preise zzgl. Mehrwertsteuer!

Teaserfoto: © pixabay.com

Über den Autor

Elena Pruchniewski

Elena Pruchniewski ist als Werkstudentin im Bereich Online-Marketing tätig und damit ein Teil des freelancermap-Teams.

Von Elena Pruchniewski

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