Innere Kündigung

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Wenn ein Mitarbeiter sich zunehmend abkapselt und es sowohl an Motivation als auch an Initiative vermissen lässt, dann spricht man von der inneren Kündigung. Ursachen hierfür gib es viele: unter anderem Burnout, Stress oder mangelnde Wertschätzung.

Gründe für weniger Engagement im Job:

  • Burnout
  • Stress auf der Arbeit
  • mangelnde Wertschätzung
  • mentale Verweigerung
  • Unzufriedenheit
  • Psychosomatische Erkrankung
  • Burnout-Syndrom
  • gesundheitliche Probleme
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Doch die Innere Kündigung ist ein Zustand, der vom Arbeitgeber beeinflusst werden kann. Das Verhältnis zum Arbeitnehmer sollte deshalb stets positiv gepflegt werden. Sie ist meist die Folge einer Form der Entfremdung, bei der ein Angestellter keine emotionale Bindung mehr zum Unternehmen spürt, in dem er arbeitet.

Insbesondere bei sehr großen Betrieben mit einer hohen Zahl an Mitarbeitern kann sich diese Situation leicht einstellen. Das Problem für den Arbeitgeber: Die innere Kündigung kann sich fatal auf die Produktivität, Innovationskraft und damit auf die strategische Marktposition auswirken.

Negative Auswirkungen:

  • Mitarbeiterschwund
  • frustrierte Mitarbeiter
  • Resignation von Beschäftigten
  • schwierigere Neubesetzung

Die Angestellten beteiligen sich nicht mehr an der Verbesserung von Prozessen und pflegen im schlimmsten Fall einen schlechten Kundenkontakt. Das kann so weit gehen, dass sie nicht nur innerlich resignieren, sondern aktiv gegen das Unternehmen arbeiten. Es ist nicht bekannt wie hoch die Zahlen der inneren Kündigung im Schnitt ausfallen, doch es gilt als gesichert, dass oftmals ein Fünftel bis zu einem Viertel der Belegschaft davon betroffen ist, besonders häufig im Dienstleistungssektor.

Die Fehler seitens der Personal- und Unternehmensführung können dabei mannigfaltig sein. Der Mangel an flachen Hierarchien kann ebenso Grund für die innere Kündigung sein wie zu wenig Menschlichkeit, mangelnde Rückmeldung, Grenzüberschreitungen der Vorgesetzten, fehlende verbindliche Zusagen oder Nichteinhaltung von Abmachungen, aber auch Mobbing oder Streit unter Kollegen.

Vorbeugungsmaßnahmen:

  • regelmäßige Mitarbeitergespräche und Leistungsbeurteilungen
  • Unzufriedenheit erkennen und vermeiden
  • Bruch des psychologischen Vertrages vermeiden

Jegliche Form der Ungleichbehandlung, egal ob zwischen Angestellten auf der gleichen Ebene, Geschlechtern oder Randgruppen, kann bei den Opfern zur Resignation und zu Frust führen. Auch eine unsichere Zukunft kann sich hochgradig negativ auf die Moral auswirken. So steigt die Wahrscheinlichkeit, innerlink zu kündigen, sobald der eigene Arbeitsplatz in Gefahr ist oder gar das Unternehmen als Ganzes auf dem Spiel steht. Gegenmaßnahmen sind in vielen Fällen simpel zu bewerkstelligen.

Clevere Motivationsanreize können die Moral steigern, ohne das Gehalt erhöhen zu müssen. Dazu gehört die Möglichkeit, die Arbeit gelegentlich im Home Office erledigen zu können, Mitarbeiterausflüge oder menschliche Feedback-Gespräche, die über eine reine Leistungseinordnung hinausgehen. Grundsätzlich haben Führungskräfte gerade auf der menschlichen Ebene viele Möglichkeiten, Abwanderungsgedanken oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Arbeitgeber entgegenzuwirken.

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