Jira (Software)

J

Jira ist eine Software für agiles Projektmanagement, für strukturierte Fehlerverwaltung und Problemlösung in Unternehmen. Sie wurde von der Firma Atlassian entwickelt.


Inhalt des Artikels:

  1. Was ist Jira?
  2. Funktionsweise und Aufbau
  3. Kommunikation mit Jira
  4. Flexibilität
  5. Firmen, die Jira nutzen

Was ist Jira?

Jira ist eine webbasierte Anwendung der Firma Atlassian, die in verschiedenen Unternehmen zur Fehlerverwaltung, Problembehebung und dem Projektmanagement eingesetzt wird. Anwendungsgebiete sind die Softwareentwicklung und das (agile) Projektmanagement in technischen sowie nichttechnischen Unternehmen.

Mit Jira können Nutzer Aufgaben und Projekte anlegen und über Statusveränderungen den Aufgaben- oder Projektfortschritt verfolgen. Dadurch ist garantiert, dass alle Beteiligten den Fortschritt lückenlos nachvollziehen können. Betriebe können Jira auf diversen Datenbanken und unabhängig von ihren eingesetzten Betriebssystemen nutzen. Somit ist eine hohe Kompatibilität gewährleistet.

Funktionsweise und Aufbau

Grundsätzlich kann in Jira ein Projekt agil geplant werden. Agiles Projektmanagement zeichnet sich dadurch aus, dass die Planung für Zeitabschnitte und Meilensteine erstellt wird, die dann in Hauptaufgaben und Aufgaben unterteilt werden. Jira liegt zudem eine Ticketlogik zugrunde. Das bedeutet, dass Nutzer für eine neue Hauptaufgabe ein Ticket erstellen. Ein Ticket entspricht einer Aufgabe, die ihrerseits jeweils in Unteraufgaben aufgeteilt werden kann. Die Aufgaben befinden sich je nach Projektstand in verschiedenen Phase wie z.B. To do (zu erledigen), in Progress (in Bearbeitung) etc. Tickets können ausserdem bezogen auf ein Projekt oder auf ein Team erstellt werden.

Tickets in verschiedenen Phasen des aktuellen Projektabschnitts. Quelle: Altassian.

Pro Ticket haben Anwender die Option, eine Reihe von weiteren Informationen zur genaueren Aufgabenbeschreibung hinzuzufügen. Beispielsweise kann der Zeitraum, indem die Aufgabe erledigt sein soll festgelegt werden. Zu den weiteren optionalen Daten gehören Kommentare zum Status des Tickets, Dateianhänge, aber auch beteiligte Mitarbeitende. Wird eine Aufgabe beendet, kann auch das Ticket abgeschlossen werden. Dieser Vorgang geht in der Regel mit einem Vermerk zum Projekterfolg oder -misserfolg einher, je nach dem ob die Deadline eingehalten, verlängert oder verpasst wurde. Durch das flexible System ist ein steter Austausch sowie einfache Anpassungen in der Projektplanung, im Projektteam aber auch in der Aufgabenverteilung in agilen Teams möglich. 

Wird Jira zur Fehlerverwaltung verwendet, ermöglicht es durch die lückenlose Dokumentation, Prozessverbesserungen im Betrieb aufzudecken, diese anzustoßen und Optimierungspotenziale zu nutzen. 

Kommunikation mit Jira

Jira wird durch den Nutzer im Wesentlichen durch Tickets (Vorgänge, englisch issues) gefüllt. Diese können vielfältig mit Information versehen werden. Zu den Funktionen zählen anpassbare Dashboards, eigene Suchfilter, Statistiken, ein RSS-Web-Feed und E-Mails. Ein Ticket besteht aus einer Projektzuordnung, einer Zusammenfassung (englisch summary), einem Typ, einer Priorität, einer oder mehreren Komponentenzuordnungen, und einem Inhalt. Werden Tickets verändert, bewegt, abgeschlossen oder kommentiert, können die Beteiligten eine Mitteilung per E-Mail erhalten.

Flexibilität

Jira bietet einen hohen Grad an Flexibilität und wird demzufolge für viele Bereiche in grossen und kleinen Teams mit agilen Methoden beim Projektmanagement eingesetzt. Hierzu gehört das Risikomanagement, die Buchung von Geschäftsreisen, das Personalmanagement und das Anforderungsmanagement. Das Ticketsystem lässt eine flexible Anpassung von Workflows und Automatisierungen zu. Programmierer können zudem Erweiterungen – sogenannte Add-ons – für das System entwickeln und diese selbst vertreiben. Diese Vertriebsmöglichkeit schafft für Softwareentwickler einen zusätzlichen Anreiz, die Jira-Software mit eigenen Ideen zu erweitern.

Firmen, die Jira nutzen

Jira ist sowohl bei Firmen als auch in öffentlichen Institutionen eine weit verbreitete Software. Neben Kommunikations-, Software- und Automobilunternehmen setzen auch Universitäten das System ein. Ausser den kostenpflichtigen Lizenzen gibt es auch kostenfreie Versionen, beispielsweise für gemeinnützige Organisationen. Weltweit sind etwa 15.000 offizielle Lizenzen in weit über 100 Ländern im Umlauf.

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