Die Deadline naht? So liefern Sie pünktlich

23.08.2018

Sie sind Freelancer — für Sie gibt es kaum etwas Wichtigeres als Ihren Ruf. Wird Ihnen nachgesagt, Sie könnten Ihre Deadlines nicht einhalten, wird das Ihr Geschäft ernsthaft gefährden. Wenn auch Sie leider nicht die Gabe haben, Projekte ohne Stress und mit viel Vorlauf zu Ende zu stellen, können wir Sie beruhigen: Sie sind nicht allein. Statt sich weiterhin einen Wettlauf gegen die Zeit zu liefern, sollten Sie lieber diesen Artikel lesen.




Gerade für Freelancer ist es wichtig, sich selbst und laufende oder anstehende Projekte gut organisieren zu können. Ein unverzichtbares Detail für Ihren Erfolg ist das Einhalten von Deadlines — möglichst ohne durchgearbeitete Nächte und Schweißperlen auf der Stirn. Das kann natürlich selbst den organisiertesten Menschen einmal passieren, doch es gibt einige Strategien, um Stress und Zeitdruck zu vermeiden. Wir stellen ein paar dieser Tipps hier vor.


1. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor

Haben Freelancer Probleme, ihre Deadlines einzuhalten, gibt es dafür meist einen ganz einfachen Grund: Zu viel Arbeit. 

Natürlich ist es verführerisch, zu allen Angeboten ja zu sagen. Immerhin könnten auch schlechte Zeiten kommen, oder? Aber ist es wirklich jeder Auftrag wert, angenommen zu werden und viel Zeit dafür aufzuwenden? Wägen Sie also ab, ob Sie im Moment wirklich Zeit für ein angebotenes Projekt haben und sich ausreichend darum kümmern können. Können Sie die Deadline realistisch einhalten? Sich nicht zu übernehmen ist die einfachste Art, Zeitdruck zu vermeiden.


2. Managen Sie Ihre Projekte ordentlich

Jeder Freelancer arbeitet anders. Die einen sind top organisiert, haben Terminplaner, Checklisten und für jedes Ereignis eine Erinnerung im Handy gespeichert. Die anderen jonglieren mit ihren Projekten und kriegen es schon irgendwie hin.

Wer Zeitdruck vermeiden möchte, kommt nicht um eine korrekte Verwaltung seiner Projekte herum — sonst wird er früher oder später eine böse Überraschung erleben. Sie müssen das nicht alleine schaffen. Apps wie Trello oder Asana helfen bei der Organisation aller aktuellen Projekte. Checklisten und Terminblocker sorgen für Pünktlichkeit und vermeiden Panikanfälle in den letzten Zügen des Auftrags.


3. Erstellen Sie eine Proritätenliste

Das Beste am Freelancer-Dasein? Kein Tag ist wie der andere. Das Problem: Es kann durchaus sein, dass Sie gefühlte tausend Dinge zu erledigen und keine Ahnung haben, wo Sie anfangen sollen.

Gewöhnen Sie sich an, Prioritätenlisten für Ihre Arbeit zu schreiben. Unterteilen Sie ein Projekt in verschiedene Arbeitsschritte und planen Sie schon jetzt ein, wie lang Sie dafür ungefähr brauchen werden. Was kann nicht warten? Was muss als Basis für andere Schritte zuerst erledigt werden? Welche Feinheiten müssen am Ende noch erledigt werden und kosten eventuell noch einmal viel Zeit? Das sorgt für eine gute Übersicht bis zur Deadline und sorgt dafür, dass Sie keinen Punkt auf der Liste vergessen.


4. Minimieren Sie Ablenkungen

Oh, jeder Freelancer mit Home Office oder unterwegs als digitaler Nomade kennt das Problem: Ablenkungen. Ablenkungen so weit das Auge reicht. Sie sorgen dafür, dass wir unsere Arbeit nicht schaffen und im Endeffekt doch noch die Deadline verpassen.

Versuchen Sie also, sich diese Ablenkungen so gut es geht vom Hals zu halten. Sorgen Sie für Ordnung auf Schreibtisch und Desktop. Haben Sie unnütze Apps wie Spiele auf dem Desktop? Runter damit. Haben Sie Tabs von irgendwelchen Online-Shops oder auch Facebook offen? Schließen. Sie kennen sich selbst am besten und wissen genau, was Ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Vielleicht hilft Ihnen auch eine gute Playlist dabei, sich zu konzentrieren?


5. Sprechen Sie mit Ihren Kunden 

Zugegeben — trotz aller Bemühungen hat man es einfach nicht mehr in der Hand und es wird unmöglich, die Deadline einzuhalten. Sie sind auch nur ein Mensch und die meisten Klienten werden Verständnis haben, wenn Sie eine plausible Erklärung parat haben.

Wenn Sie krank sind oder etwas Unvorhergesehenes es Ihnen unmöglich macht, die gesetzte Frist einzuhalten, ist Kommunikation der Schlüssel. Kontaktieren Sie den Kunden so früh wie möglich und erklären Sie Ihre Lage. Natürlich ist das unangenehm, doch um Verständnis und eine verlängerte Frist zu bitten ist deutlich besser, als sowieso schon gestresst die Nächte durchzuackern und am Ende schlechte Qualität abzuliefern.


Fazit

Um in Zukunft keine Deadline mehr zu verpassen, kommt es also vor allem darauf an, konsequent, organisiert und realistisch zu sein. Obwohl es verlockend ist, so viele Aufträge wie möglich anzunehmen, sollte für Sie das Motto „Qualität statt Quantität“ gelten. Mit ein paar weniger, dafür aber guten Projekten halten Sie Ihren Standard hoch und das Stresslevel niedrig. Darüber freuen sich nicht nur Ihre Kunden, sondern auch Ihre Nerven.






Bild: © Aleksandar Dickov - shutterstock.com

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