Freelancer im Interview: Frank Weiß

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Als Sachverständiger und Experte im Bereich Datenschutz und IT-Sicherheit gibt das freelancermap-Mitglied Frank Weiß u.a. einen Einblick über das Problem der Schnelllebigkeit.

Kleine Aufwärmrunde – Stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor:

Mein Name ist Frank Weiß, wohnhaft in Bad Münder. Einem kleinen Ort zwischen Hannover und Hameln. Selbstständig bin ich seit 1998, davor nebenberuflich seitdem ich 16 Jahre bin. Mein derzeitiges Fachgebiet umfasst die Datenbankentwicklung im BigData Bereich, den Datenschutz und die IT-Sicherheit. Seit einigen Jahren zertifizierter Sachverständiger im Bereich Anwendungen / Systeme.

Was sind die Probleme und Aufgaben, bei denen Sie Ihren Kunden helfen?

Meine Kunden schätzen den pragmatischen Ansatz bei der Einführung von iSMS oder datenschutzrelevanten Prozessen.

„Ein Projekt sollte nicht länger als 2 Jahre dauern…“

Reden wir über den Start Ihrer Karriere: Was hat für Sie den Ausschlag für das freiberufliche Leben gegeben?

Neben der Spieleentwicklung als Jugendlicher habe ich die IT nach der Ausbildung im Bertelsmann-Konzern lieb gewonnen. Damals war aber mein Wunsch schon nach Unabhängigkeit und das erarbeiten von Lösungen, die nicht Unternehmens-politisch getrieben sind. Nach 10 Jahren Angestelltenverhältnis war es dann soweit „auszufliegen“.

Mit welchen Problemen hatten Sie zu Beginn Ihrer Tätigkeit- bzw. haben Sie als Freelancer zu kämpfen?

Den sogenannten „Schweinezyklus“ (Keine Aufträge -> zu viele Aufträge) – aber die Peaks glätten sich seit einigen Jahren durch kontinuierliche Verträge.

Wie definieren Sie eigene Stundensätze und was sollte man dabei beachten?

Entscheidend ist, dass eine WIN-WIN Situation entsteht. Bei „Vor Ort-Einsätzen“ wird gerne ein All-In Stundensatz verwendet, hier sollten Messen bedacht werden. Ansonsten sind die Stundensätze moderat, denn nach jeder Besprechung gibt es noch Aufarbeitungszeiten, die nicht fakturiert werden.

Erhalten Sie Projektanfragen dabei eher von bestehenden Kunden oder suchen Sie aktiv nach spannenden Aufgaben, die Sie besonderes reizen?

Sowohl als auch. Ein Projekt sollte jedoch nicht länger als 2 Jahre dauern, gerade das „Frische“ ist ja das, was meine Kunden erwarten. Neue Aspekte, die lernt man halt nur wo anders.

Was machen Sie, wenn Sie nicht in Ihr Spezialgebiet vertieft sind? Welche Themen innerhalb, aber auch außerhalb der IT-Branche interessieren Sie?

Automatisierung, Controlling und Projektleitung.

Nun vom Besonderen zum Allgemeinen: Die IT-Branche wächst und wächst – worin sehen Sie die Herausforderungen der nächsten Jahre und vermissen Sie manchmal auch “the good old days”?

Schwierig ist die Schnelllebigkeit. Früher waren es bestimmte Frameworks, die man kennen mußte – heute ist das unmöglich – dafür gibt es zu viele in der Entwicklung. Ansonsten besteht immer noch alles aus 1 und 0. Aber hervorragend ist die Virtualisierung, die würde ich nie wieder missen wollen.

Gibt es noch eine interessante Geschichte oder eine Anekdote aus Ihrer freiberuflichen Tätigkeit, die Sie gerne mit uns teilen würden?

Das sind Geschichten für ein gemeinsames Bier.

Vielen Dank für das Interview!

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