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06.06.2012

Freies Wlan in Berlin


Seit Mittwoch kann man in Berlin an mehr als 20 Standorten kostenlos per Wlan im Internet surfen. Ermöglicht wird dies von der Wall AG, die 15 Buswartehäuschen, 5 Multifunktionssäulen und 4 Stadtinformationsanlagen als Terminals ausgestattet hat.

Um sich dort einwählen zu können, müssen Nutzer an einem sogenannten Wifi - Spot nur die speziell entwickelte „Wall - App“ auf ihr Smartphone herunterladen. Der Service wird vorerst bis August verfügbar sein um zu überprüfen, wie das System von den Nutzern angenommen wird. Eine eventuelle Weiterführung hängt von den noch ausstehenden Verhandlungen mit dem Berliner Senat ab.

Bereits im Jahr 2007 hatte es die Berliner Landesregierung als Ziel ausgegeben, die Stadt zum Vorreiter im Bereich Wlan im öffentlichen Raum zu machen. Allerdings scheiterte das Projekt 2010 aufgrund inhaltlicher Differenzen zwischen der Wirtschafts- und der Stadtentwicklung. Mit der rot-schwarzen Koalition erfuhr es jedoch eine Neuauflage. Die Wall AG würde hierfür gerne als Partner fungieren und legte der Stadtentwicklung deshalb bereits vor mehr als einem Jahr ein Angebot vor. Für eine Verlängerung seines 2014 auslaufenden Werberechtsvertrags mit dem Land Berlin würde das Unternehmen den Service auch über die Urlaubszeit hinaus anbieten und gegebenenfalls sogar ausdehnen. Angedacht sind diesbezüglich bis zu 300 Einwahlspots in der Innenstadt. Zur Finanzierung des Modells setzt man auf die Außenwerbung mit einem geplanten Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro über 8 Jahre. Allerdings befindet sich die Wall AG diesbezüglich noch in Verhandlungen.

Auch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MaBB) plant ein eigenes Wlan - Projekt in der Hauptstadt. Gemeinsam mit Kabel Deutschland sollen in Berlin hierzu 90 Hotspots installiert werden. Davon sind 60 im Außenbereich, 30 innerhalb öffentlicher Gebäude sowie weitere 10 in Potsdam geplant. Laut MaBB - Direktor Hans Hege strebt man dabei eine Zusammenarbeit mit anderen Akteuren wie beispielsweise auch der Wall AG an. Mit den ersten Zugangsstandorten soll noch dieses Jahr begonnen werden. Schon 2013 könnte der Dienst vollständig realisiert sein. Geplant ist eine zweijährige Testphase, allerdings wird noch über die Einzelheiten des Vertrags mit Kabel Deutschland verhandelt. Ungeklärt sind besonders Fragen zur zeitlichen Limitierung des Netzzugangs und des Jugendschutzes.

Quelle: www.morgenpost.de
Bild: © Adlerauge1 - fotolia.com

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