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Schweiz: Zeitungen müssen sich im Web “mehr trauen” | freelancermap Meinungen - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler

 
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Zeitungen müssen sich im Web “mehr trauen”

24.10.2008

Zeitungen müssen sich im Web “mehr trauen” Caroline Little, ehemalige Geschäftsführerin des Online-Arms der US-Zeitung Washington Post, ruft Publisher zu mehr Mut auf.

"Zeitungen müssen so experimentierfreudig wie möglich sein, wenn es darum geht, die eigene Zukunft im Internet zu sichern." Mit diesen Worten appellierte Caroline Little, ehemalige Geschäftsführerin des Online-Arms der US-Zeitung Washington Post auf der World Association of Newspapers Digital Publishing Conference (www.wan-press.org/digital 2008) an die versammelte internationale Zeitungs­bran­che.

Wie der Guardian berichtet, zeichnete Little ein eher pessimistisches Bild in Bezug auf die gegenwärtige Situation und künftige Entwicklung der Branche. Die Zeitungsindustrie werde von einer "noch nie dagewesenen Menge an Düsterkeit und Verderben umhüllt", die den wirtschaftlichen Druck auf die Unter­nehmen wachsen lasse. Auch das von vielen als "Goldmine" gesehene Internet habe es bislang nicht zu Wege gebracht, die Ein­kunftsströme der Zeitungen wieder fließen zu lassen.

Das Problem liege ihrer Auffassung vor allem darin begründet, dass ein Großteil der Zeitungen ihre Internetpräsenzen immer noch ausschließlich nutzen würden, um ihre ohnehin schon bestehenden Printinhalte auch online zu veröffentlichen. "Wir müssen unseren Horizont erweitern und dürfen keine Angst davor haben, etwas Neues auszuprobieren.

Wer zu konservativ bleibt, riskiert alles zu verlieren", mahnte Little. Um erfolgreich wachsen zu können, sollten Zeitungs­betriebe zwar "mit einem Fuß in den journalistischen Kern­werten des ursprünglichen Haupt­produkts" verhaftet bleiben. "Mit dem anderen sollten jedoch die Fühler so weit wie möglich ausgestreckt werden, um in dem neuen Medium Internet neue Dinge auszuprobieren", meinte Little.

Das Internet gewinnt für die Menschen als Informationsquelle zunehmend an Bedeutung. Während die Zeitungsbranche mit sinkenden Aufklagen- und Verkaufszahlen in Folge der Abwanderung vieler Leser ins Web kämpft, erfreuen sich entsprechende News-Portale im Netz zunehmender Beliebtheit. Dass das von Little gezeichnete Bild der Zeitungsbranche doch etwas düsterer gezeichnet sein dürfte als die allgemein verbreitete Stimmung, zeigt eine internationale Umfrage des Marktforschungsinstituts Zogby. Demnach blicken 85 Prozent der leitenden Zeitungsredakteure ausgesprochen hoffnungsvoll in die Zu­kunft.






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